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eradicateAusrotten (ger.)

  • Human action that results in the removal, extermination or extirpatation of a biological species (from a region).
    death extinction
    1709

    unser Intent [...] ist [...] von allerhand schädlichen Thieren, Gewürm und Ungeziefer [...] zu handeln [...], woraus zu erlernen, wie man sich deren nicht allein genugsam erwehren, sondern so viel als möglichen ist, gantz und gar ausrotten, vertilgen und vertreiben können

    Krafft, A.F. (1709). Der Sowohl Menschen und Viehe Grausamen Thiere, schädlichen Ungeziefers Und verderblichen Gewürmer Gäntzliche Ausrottung. Oder vielmehr Ausführliche Unterweisung, Wie allerley Thiere, als reissende Wölffe, listige Füchse, wütende und rasende Hunde, Mader, Iltißen, Wieseln [et]c. ... auszurotten, zu vertilgen und zu vertreiben, vol. 1: Vorrede.

    1714

    Se. Königl. Majest. in Preussen haben aus landesväterlicher Sorgfalt den 18. Aug. 1714. eine Verordnung publiciret, daß vor einen alten Wolff ein Reichsthaler [...] aus der Steuer-Cassen [...] bezahlet [...] werden soll. Dieses ist eine vor die Wölffe höchst-erschröckliche, vor das Land aber höchst-ersprießliche Verordnung. Wann in allen Provinzien des Reichs und der Kayserl. Erblande gleichmäßige Anstalt gemacht würde, so könnte man in wenig Jahren das gantze Geschlechte der Raub-Thiere ausrotten, und es würden in Deutschland eben so wenig Wölffe, als in Engelland, anzustreffen seyn.

    Anonymus (1714). Die europäische Fama, welche den gegenwärtigen Zustand der europäischen Höfe entdecket 157, 710-1.

    1784

    Selten hat man eine Gewächs- oder Thierart dieses und jenes Erdstrichs ausgerottet, ohne nicht bald die offenbarsten Nachtheile für die Bewohnbarkeit des Ganzen zu erfahren

    Herder, J.G. (1784). Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, vol. 1: 77.

    1894

    Der Mensch […] soll sich schützen, aber nicht ein Tier mit Stumpf und Stiel ausrotten.

    Liebe, K.T. (1894). Schutz dem Wasserstaare! II. Ornithologische Monatsschrift 19, 357-372: 371.

    1957

    Geschöpfe, die nicht unser Werk sind, sondern durch die Kraft übermenschlicher schaffensgewaltiger Mächte auf unserer Erde das Recht des Daseins erhalten haben – diese Geschöpfe werden vom Menschen aus ihren Lebensräumen verdrängt und als Tiergeschlechter ausgetilgt. Nicht nur in einzelnen oder vielen ihrer Vertreter, nicht nur als Individuen werden sie getötet, was etwas anderes ist, nein, als Geschlecht, als einzigartige Gestaltung werden sie ausgerottet. Mit einer jeden solchen Lebensform verschwindet unwiederbringlich eine Ausdrucksgestalt von schöpferischer Kraft, die im Ganzen der Natur ein besonderes Wort gleichsam bedeutet, ein Wort, das nur sie sagen kann, auch wenn wir es nicht verstehen können; es vergeht eine Schöpfung, die durch gar nichts anderes vertreten oder ersetzt werden kann. Und sie verschwindet durch das Tun des Menschen!

    Portmann, A. (1957). Von Vögeln und Insekten: 32.

    1983

    Ausrottung (extermination): direkte oder indirekte Auslöschung von Pflanzen- oder Tierarten durch den Menschen

    Schaefer, M. & Tischler, W. (1983). Wörterbuch der Ökologie: 32.