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self-motionαὐτοκίνησις (gr.); Selbstbewegung (ger.)

  • Motion produced by inherent power apart from external impulse; voluntary or spontaneous motion. (OED 2011)
    self-motion
    5th century (AD)
    αὐτοκίνησις
    Syrianus (5th century), In metaphysica commentaria (ed. W. Kroll, Berlin 1902): 45 (line 26).
    1688
    die lebendigen, eine Empfindung und selbst-Bewegung habende Thiere
    Anonymus (1688). Kurtzer Vorbericht betreffende D. Johann-Daniel Majors, Der Medicin Professoris in Kiel wie auch Hoch-Fürstl. Schleßwig-Holsteinischen Leib-Medici, Museum Cimbricum, oder insgemein so-genennte Kunst-Kammer, mit darzu-gehörigem cimbrischen Conferenz-Saal: 28.
    1753
    Unter dem Regno animali verstehet man dasjenige Natur-Reich, darinnen alles vorkommet was ein würckliches Leben hat und von der Natur dergestalt eingerichtet worden, daß es eine oder andere freywillige Selbst-Bewegung nach Beschaffenheit seines Geschlechtes erweiset
    Neumann, C. (1753). Chymia medica dogmatico-experimentalis das ist gründliche mit Experimenten erwiesene medicinische Chymie, Bd. 3: IIIf.
    1784

    In lauten Pulsschlägen reget sich das Geschöpf; und tritt endlich vollkommen gebildet auf die Welt, begabt mit allen Trieben der Selbstbewegung und Empfindung, zu denen es nur in einem lebendigen Geschöpf dieser Art organisirt werden konnte

    Herder, J.G. (1784-91). Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit (Sämtliche Werke, Bd. 13-14, hg. v. B. Suphan, Berlin 1887-1909): I, 80.

    1810
    Der Bewegungsprozeß ist durch seine eigenen Organe begründet, nicht von außen bewirkt. Bewegendes und Bewegtes sind ein Leib oder ein und dasselbe Organ. […] Selbstbewegungsprozeß ist mit Lebensprozeß identisch. […] Das Wesen des Organischen beruht mithin in der Selbstbewegung. […] Die Selbstbewegung ist der einzige aber wesentliche und erschöpfende Unterschied zwischen dem Organischen und Unorganischen
    Oken, L. (1810). Lehrbuch der Naturphilosophie, 3 Bde., Bd. 2: 23f.
    2011

    Die Selbstbewegung ist die Aktivität eines Organismus, die mittels körpereigener Energiereserven (und als Ergebnis einer Selektion für Aktivitäten dieses Typs in der Vergangenheit) Teile seines Körpers räumlich verlagert oder den ganzen Körper von einem Ort zu einem anderen befördert. Die meisten Tiere und Einzeller zeigen regelmäßig solche Aktivitäten; sie fehlt dagegen bei den meisten Pflanzen und manchen Tieren in einigen Lebensphasen (z.B. Korallen). Bei den Pflanzen bestehen häufig allein morphologische oder physiologische Einrichtungen, die eine passive Ausbreitung in frühen Lebensstadien (als Samen) ermöglichen (z.B. Flügel oder die Produktion von Lockstoffen).

    Toepfer, G. (2011). Historisches Wörterbuch der Biologie. Geschichte und Theorie der biologischen Grundbegriffe, vol 3: 231.

Bastholm, E. (1950). The History of Muscle Physiology from the Natural Philsophers to A. von Haller.

Needham, D. (1971). Machina Carnis. The Biochemistry of Muscular Contraction in its Historical Development.

Gill, M.L. & Lennox, J.G. (eds.) (1991). Self-Motion. From Aristotle to Newton.